Fahren nach Fahrplan

Fahren nach Fahrplan

Bei der Implementierung des Fahrplanbetriebes standen bei uns folgende Überlegungen im Vordergrund:

Alle diese Forderungen konnten erfüllt werden. Wir denken, dass wir damit einen der flexibelsten Fahrplanbetriebe am Markt realisieren konnten und sie damit nicht zum zuschauenden Sklaven einer Automatik werden, sondern ganz im Gegenteil: sie werden viele neue Spielmöglichkeiten entdecken.

Die zwei wichtigsten Kernstücke für den Fahrplanbetrieb sind die Zentraluhr und die sogenannten ‚Autorouter‘.

Der Begriff ‚Autorouter‘ hat etwas mit dem Begriffen ‚Automatik‘ und ‚Route‘ zu tun. Eine Route ist ein wie auch immer dargestellter oder ermittelter Weg. Damit ist ein Autorouter eine Funktion, die in der Lage ist einen Weg, bzw. in unserem Fall einen Fahrweg, automatisch zu finden. Das klingt einfach, es ist es aber nicht. Denn woher weiß denn eine Autorouter überhaupt, welchen Fahrweg er für sie finden soll und ob sie mit seinen Ergebnissen überhaupt zufrieden sind. Über komplizierte mathematische Algorithmen werden die möglichen Fahrwege errechnet und bewertet. Aber keine Angst, denn davon bekommen sie normalerweise nichts mit. Die Autorouter benötigen von Ihnen nur die folgenden Angaben, die sie in den Fahrplänen hinterlegen:

Der Rest geschieht von selbst:

Die Autorouter prüfen das Vorhandensein des betreffenden Zuges und seine Abfahrtzeit. Dann prüfen sie, welche möglichen Routen zum Ziel existieren. Sollte es verschiedene Routen geben, wird bei hochwertigen Zügen immer der schnellste und kürzeste Fahrweg gewählt. Der Router erkennt dies an den eingestellten Streckengeschwindigkeiten und der Anzahl der dazwischen liegenden Gleissymbole und der Signale. Wenn ein möglicher Fahrweg durch manuelle Fahrten derzeit belegt ist, wird ein alternativer Fahrweg verwendet, falls einer vorhanden ist. Denn der Autorouter nimmt an, dass sie die Strecke auch für einen längeren Zeit blockieren könnten und entscheidet sich lieber für eine Alternative.

Wenn aber kein alternativer Fahrweg existiert, dann bleibt nichts anderes übrig als auf das Freiwerden der Strecke zu warten. Wenn zur Erreichung des Zielbahnhofes auch Teilstrecken erlaubt waren, dann wird der Zug schon mal so weit wie möglich auf die Reise geschickt.

Ist keine Zugfahrt möglich, dann wird automatisch zu jeder vollen Minute geprüft, ob die Abfahrt des Zuges möglich ist. Diese Funktionen erfolgen endlos, bis eine Fahrt möglich ist, sie den betreffenden Fahrplan deaktivieren oder den Zug manuell Weitersteuern.

Aus diesem Verhalten ergibt sich, dass für alle im Fahrplan enthaltenen Züge eine Zugfahrt versucht wird. Wenn sie nicht möglich ist, dann kommt es eben, wie bei der richtigen Bahn, zu Verspätungen. Bedenken sie bitte, dass durch eine länger blockierte Strecke ihr Fahrplan ganz schön durcheinandergewirbelt wird und durch blockierte Bahnhofsgleise ja auch alle nachfolgenden Züge nicht fahren können. Damit können sie dann einen ‚echten Deutsche Bahn AG Betrieb‘ simulieren. Nur gut, dass die kleinen Preiser Figuren auf ihren Bahnsteigen so unendlich genügsame Kunden sind und jede Verspätung mitmachen. Also auch wie im Großbetrieb, oder ?

Wie bei anderen Zugfahrten auch, werden die Fahrwege der Zugfahrten des Fahrplanbetriebes über die in Railware üblichen Fahrstraßenanzeigen dargestellt. Die Fahrwege sind wie sonst auch bis zur Ankunft des Zuges im nächsten Zuganzeigesymbol für andere Zugfahrten blockiert. So haben sie ständig die Kontrolle.

Es können pro Gleisbildfenster beliebig viele Fahrpläne gleichzeitig gestartet sein. Dies gilt auch, wenn sie sich zeitlich überlappen. Jeder einzelne Fahrplan kann jederzeit wieder gestoppt werden.

Jeder Fahrplanablauf kann auch als sogenannter Taktfahrplan definiert sein. Ein Taktfahrplan läuft über 60 Minuten, danach fängt er von vorne an. So kann auf der Modellbahnanlage ein permanenter, gelegentlicher Zugbetrieb sein und Sie können sich wieder Ihrer Lieblingsbeschäftigung widmen: zum Beispiel rangieren oder den Lieblingszug manuell steuern oder Lokdecoder umrüsten oder ...

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